Blick in die Zukunft der Energie-Erzeugung

Umwelt

SPD-Politiker besichtigen Baustelle des Elektrolyseurs und des WTAZ-Geländes.

„Seit im September 2021 vonseiten der Bundesregierung verkündet wurde, dass das Wasserstofftechnologie-Anwenderzentrum (WTAZ) Süddeutschland in Pfeffenhausen entsteht, ist ein unglaublicher Arbeitsprozess auf allen politischen Ebenen entstanden“, berichtete die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller, MdL. Zusammen mit den SPD-Kreisräten  und SPD-Mitgliedern aus der Region waren sie mit dem Europa-Abgeordneten Ismail Ertug auf der Baustelle vor Ort, um die im Bau befindliche Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff zu besichtigen. Dr. Tobias Brunner, der Geschäftsführer der Hynergy GmbH, betonte, dass hier ein Servicezentrum für die Industrie und den Mittelstand entstehe, das wegweisend sein werde. „Die Wasserstofftechnologie ist für die Industrie gedacht und das WTAZ ist auch ein Transformationszentrum für Testzwecke“, so Brunner. Dass es auf der Baustelle zügig voran geht, konnte man am Baufortschritt des Elektrolyseurs sehen – er wird dieses Jahr noch in den Betrieb gehen. „Der grüne Wasserstoff führt schneller zur Dekarbonisierung und ist deshalb ein Regelelement für erneuerbare Energie, da es im Winter weniger Wind und kaum Sonne gibt“, so Brunner. „Energie vor Ort sichert Arbeitsplätze“, bekräftigt Müller und der Europa-Abgeordnete Ismail Ertug betonte, dass Wasserstoff nicht nur für die Schwerindustrie sondern auch für die Mobilität wichtig sei, deshalb müssten Wasserstofftankstellen ausgebaut werden, wenn die Nachfrage steigt. In Pfeffenhausen entsteht nicht nur der Elektrolyseur, der mit 20 Millionen Euro gefördert wird, sondern auch das WTAZ, das eine Förderung mit rund 72 Millionen Euro von der Bundesregierung erhält, aber natürlich Nach-Investitionen durch die beteiligten Firmen, Universitäten und Prüfeinrichtungen nach sich ziehe.

Zum Wasserverbrauch erläuterte Brunner, dass für ein Kilogramm Wasserstoff neun Liter Wasser gebraucht würden und letztendlich beim Verbrauch wieder an die Luft abgegeben wird, und somit nichts verloren geht. Ebenso kann die Abwärme des Elektrolyseurs in ein Fernwärmenetz eingespeist werden. „Die Akzeptanz bei den Bürgern und im Landkreis für diese neue Technologie war sehr groß“, berichtete Müller. Ab November geht die Anlage in Betrieb und es wird vier Abfüllstationen geben. Auf Nachfrage von Ismail Ertug zu den Herstellern der Elektrolyseure, verwies Brunner auf Siemens, aber auch auf China, die täglich zwei Elektrolyseure bauen würden.

Brunner betonte in seinem Schlussstatement, wie wichtig diese Technologie für den Standort Deutschland ist und die Unterstützung der Politik dringend gebraucht wird. Man rechne damit, dass alleine durch die Investition in Pfeffenhausen rund 20.000 neue Arbeitsplätze in der Forschung, Entwicklung und Anwendung in der Region entstehen werden. 

 

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